Testament

Durch ein Testament kann der Erblasser selbst bestimmen, wer - abweichend von der gesetzlichen Erbfolge - sein Rechtsnachfolger sein soll.

Wer seine Erbschaft professionell plant, kann Streit in der Familie und mit anderen Erben vermeiden. Ein notarielles Testament ist hier der sichere und kostengünstige Weg durch Einzeltestament, Berliner Testament und Erbvertrag.

Sollten Sie ein Testament errichten?

Der Tod kann zu jeder Zeit eintreten, weshalb es sinnvoll ist, schon frühzeitig Regelungen zu treffen. Dies gilt vor allem, bei:

  • Ehepartnern – Verstirbt ein Ehepartner, so entsteht ohne Testament regelmäßig eine Erbengemeinschaft mit den eigenen Abkömmlingen, oder den Schwiegereltern, Schwägern und Schwägerinnen. Dies kann durch ein fachgerechtes Testament vermieden werden.
  • Immobilienbesitz – Es sollte ein notarielles Testament errichtet werden, um die mehr­fachen Kosten eines Erbscheinverfahrens zu vermeiden. Außerdem sind Erbengemein­schaften hier besonders konfliktträchtig, da die Veräußerung einer Immobilie nur ein­stimmig erfolgen kann.
  • Nicht verheiratete Partner – Ihr Partner ist nach Ihrem Tod nicht erbberechtigt. Ein Erbrecht muss testamentarisch festgelegt werden. Deshalb empfehle ich gerade hier die Erbfolge durch Testament, besser Erbvertrag zu gestalten.
  • Familien mit Minderjährigen – Erbt ein Minderjähriger, in Erbengemeinschaft mit ei­nem Ehegatten und soll eine Immobilie veräußert, oder belastet werden, so ist dies nur mit Zustimmung des Vormundschaftsgerichts möglich. Es entsteht hoher finanzieller, zeitlicher und enormer Verwaltungsaufwand. Dies kann durch ein notarielles Testa­ment vermieden werden.
  • Aufenthalt im EU-Ausland – Hat ein Erblasser im Zeitpunkt des Todes den gewöhnli­chen Aufenthalt im EU-Ausland, kommt ausländisches Erbrecht zur Anwendung. Ich empfehle ein notarielles Testament, mit Rechtswahlklausel, damit deutsches Erbrecht zur Anwendung kommt.
  • Patchworkfamilien – Bei verheirateten oder nicht verheirateten Partnern mit gemein­samen Kindern und Kindern aus anderen Beziehungen hängen der Erb- und Pflicht­teilsrecht der Kinder von dem Zufall ab, wer zuerst verstirbt. Um dies, sowie um un­gewollte Erbengemeinschaften zu vermeiden empfehle ich ein notarielles Testament.

Wichtiger Hinweis!

Diese Informationen können nur einen ersten Einblick in die komplizierte und weitergehende Materie darstellen. Die Informationen auf meiner Website sind insbesondere keine Beratung oder Vertretung im Einzelfall, für die ich eine Haftung übernehme.

(C) 2016, RA&Notar Peter Pietsch, Berlin.