Erbvertrag

Im Gegensatz zum Testament bindet sich der Erblasser bei einem Erbvertrag gegenüber seinem Vertragspartner. Ein Erbvertrag kann nur durch notarielle Urkunde errichtet werden.

Wann ist ein Erbvertrag sinnvoll?

  • Zur Sicherung eines nichtehelichen Lebenspartners – nichteheliche Lebenspartner können kein Berliner Testament aufsetzen, weshalb durch einen Erbvertrag die gegenseitigen Wirkungen eines Berliner Testaments erreicht werden können.
  • Zur Absicherung einzelner Personen als Entgelt für Vorleistungen – es kann vereinbart werden, dass der Erblasser bis zum Erbfall gepflegt wird und der Vertragspartner aus dem Erben die Gegenleistung erhält.

Was ist bei einem Erbvertrag zu beachten?

Der Erbvertrag kann auch eine zusätzliche Regelung enthalten, wem das Nachlassvermögen nach dem Tode der Erbvertragspartner zufallen soll, sodass eine ähnliche Regelungswirkung wie bei einem Berliner Testament erzeugt werden kann.

Der Ebvertrag muss notariell beurkundet werden. Dies ist vorteilhaft, um die sonst mehrfach anfallenden Kosten für den notariellen Erbscheinsantrag und den vom Amtsgericht zu erteilenden Erbschein zu vermeiden.

Vom Erbvertrag kann man sich durch Rücktritt lösen, wenn dies im Vertrag so geregelt ist. Anders als beim Einzeltestament erfährt der Partner beim Rücktritt davon, dass die erbvertragliche Regelung nicht mehr gelten soll, und kann sich darauf einrichten.

Wichtiger Hinweis!

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(C) 2016, RA&Notar Peter Pietsch, Berlin.